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Beste route für eine 120 km rundtour mit 2000 hm im schwarzwald: rennrad‑ oder graveloptionen und pausenplan

Beste route für eine 120 km rundtour mit 2000 hm im schwarzwald: rennrad‑ oder graveloptionen und pausenplan

Als leidenschaftliche Rennrad- und Gravel-Fahrerin habe ich im Schwarzwald schon viele Runden gedreht – von kurzen Feierabend-Ausfahrten bis zu langen 120-km-Rundtouren mit ordentlich Höhenmetern. In diesem Beitrag teile ich meine beste Strecke für rund 120 km und ca. 2000 Hm, erkläre, welche Abschnitte sich für Rennrad oder Gravelbike eignen, gebe einen realistischen Pausenplan und nützliche Tipps zu Ausrüstung, Ernährung und Taktik. Wenn du die Tour bei mir auf Hkbikeparts nachfahren willst, findest du die GPX-Datei und zusätzliche Karten auf https://www.hkbikeparts.de.

Meine Streckenwahl: Warum diese Route?

Ich suche bei einer 120-km-Runde mit 2000 Hm ein gutes Gleichgewicht aus landschaftlichem Reiz, fließenden Anstiegen, technischeren Abschnitten und vernünftigen Verpflegungsmöglichkeiten. Die von mir beschriebene Schleife startet und endet in einer kleinen Stadt im nördlichen Schwarzwald (je nach deinem Startpunkt kannst du sie entsprechend anpassen) und verbindet bekannte Pässe mit ruhigen Landstraßen und kurzen Schotterpassagen – ideal für Fahrer, die sowohl auf dem Rennrad als auch auf einem Gravel-Bike unterwegs sein wollen.

Routenbeschreibung (grober Verlauf)

Die Runde verläuft im Uhrzeigersinn und umfasst typischerweise folgende Abschnitte:

  • Einrollen über wellige Straßen: 20–25 km, moderate Steigungen, guter Rhythmus zum Einfahren.
  • Erster längerer Anstieg: 10–12 km mit durchschnittlich 5–7 % – hier wird die Wattverteilung wichtig.
  • Abfahrt und Zwischenrollen: 10–15 km flacher oder leicht wellig, Zeit für Hydration und Iso.
  • Hauptanstieg: 8–10 km, steilere Rampen (bis 12 %) – der schwierigste Teil der Runde.
  • Gravel-/Forstweg-Sektion: 6–10 km – optional, je nach Bikewahl; bringt Abwechslung und Ruhe.
  • Rückkehr mit kurzen Rampen und abschließendem längeren Rollen zum Ausgangspunkt: 20–30 km.

Rennrad- oder Graveloptionen: Wo fahre ich was?

Ich empfehle die Strecke in zwei Varianten vorzubereiten:

  • Rennrad-Option: Vollständig asphaltierter Verlauf, meide grobe Schotterpassagen und wähle alternative Umfahrungen über Landstraßen. Vorteil: schneller, effizienter auf langen Anstiegen und Abfahrten. Nachteil: weniger Trails, manchmal mehr Verkehr.
  • Gravel-Option: Integriere kurze Forstwege und Schotterpassagen (insgesamt 6–10 km). Vorteil: mehr Natur, weniger Verkehr, entspannteres Fahren in den flacheren Teilen. Nachteil: etwas langsamer, höhere Pannenwahrscheinlichkeit.

Ich fahre persönlich oft das Gravelbike, weil die Mischung aus Asphalt und Schotter mir Spaß macht und ich mir die Freiheit gönne, Abkürzungen über Nebenpfade zu nehmen. Wenn du mit dem Rennrad unterwegs bist, plane die Alternativrouten vorab und checke die Straßenqualität mit der Karte auf Hkbikeparts.

Pausenplan: Timing und Inhalt

Ein strukturierter Pausenplan hilft mir, konstante Leistung zu bringen und das Leistungsloch nach 80–100 km zu vermeiden. Für 120 km/2000 Hm gehe ich typischerweise so vor:

  • Start–km 40 (nach dem ersten größeren Anstieg): kurze Trinkpause 2–3 Minuten, Gel/Bar oder Banane.
  • km 40–70: längere Phase, tempo moderat halten, kleine Trink-/Essensschlucke jede 20–30 Minuten.
  • km 70 (Basislager / Café oder kleiner Dorfladen): Hauptpause 15–25 Minuten – Sandwich, Kaffee, Salziges, Auffüllen der Flaschen. Ich plane diese Pause am Fuße des Hauptanstiegs ein, so dass ich mit gefüllten Speicher an die Steigung gehen kann.
  • km 70–100: Hauptanstieg und anschließendes Rollen – hier minimal trinken, Energie-Gel bei Bedarf vor dem steilsten Abschnitt.
  • Letzte 20 km: kurze Pausen nur bei Bedarf, Fokus auf gleichmäßigem Tempo und Ernährung (kleiner Riegel).

Wichtig: Pausen nicht zu lange gestalten. 15–25 Minuten reichen, um ordentlich zu essen und die Beine nicht komplett abkühlen zu lassen. Ich setze mir mental Stopps – das hilft, die Zeit effizient zu nutzen.

Ausrüstungsempfehlungen

Meine Packliste für diese Runde:

  • Bike: Rennrad mit 28–32 mm Reifen oder Gravelbike mit 35–40 mm Reifen.
  • Reifenprofil: Bei Rennrad 28 mm, eher robust; bei Gravel eher 37–40 mm mit leichtem Profil.
  • Bekleidung: Mehrlagig – kurz/kurz bei warmem Wetter, Windjacke und lange Ärmel für Abfahrten.
  • Werkzeug: Multi-Tool, zwei CO2-Patronen oder Mini-Pumpe, Ersatzschlauch, Reifenheber, Kettennieter (je nach Tour Länge und Abgeschiedenheit).
  • Elektronik: GPS-Navi oder Smartphone mit GPX (ich nutze Komoot/GC oder mein Wahoo/RockyMounts), Powerbank, Ersatzakku falls nötig.
  • Verpflegung: 2–3 Iso-Flaschen, 1 Wasserflasche (auf heiße Tage anpassen), 2 Energieriegel, 3 Gels, Salztabletten.

Ernährung und Hydration: Was ich esse und wann

Langstrecke bedeutet kontinuierliche Energiezufuhr. Meine Faustregeln:

  • Vor dem Start: kohlenhydratreiche Mahlzeit 2–3 Stunden vorher (z. B. Haferbrei oder Brot mit Honig).
  • Während der Fahrt: alle 30–45 Minuten kleine Kohlenhydratportionen (20–30 g). Ich nutze Riegel/Gels und wechsle mit isotonischen Getränken ab.
  • Salzzufuhr: Bei langen Tagen im Schwarzwald (wärmer, schwitzintensiv) nehme ich alle 60–90 Minuten eine Salztablette.
  • Stopppause: Vollwertige Ergänzung – Sandwich mit Protein und Fett für Sättigung (z. B. Käse/Schinken) und Obst.

Pacing: Leistung sinnvoll einteilen

Bei 2000 Hm ist Geduld die beste Taktik. Ich fahre Anstiege in einem nachhaltigen, niemals maximalen Tempo. Konkrete Hinweise:

  • Temperiertes Tempo: Im ersten Drittel nicht zu hoch starten. Ein „konversationstempo“ ist ein guter Indikator.
  • Hauptanstieg: in der roten Zone nur bei Wettkämpfen; ansonsten 75–85 % deines FTP/Bestleistung.
  • Abfahrten: sicher fahren, Brems- und Linienwahl beachten – viele Schwarzwald-Abfahrten sind kurvig und technisch.
  • Endsprint: falls noch Energie vorhanden, die letzten flachen Kilometer moderat forcieren, aber nicht alles verheizen.

Sicherheit & Wetter

Der Schwarzwald kann schnell umschlagen. Meine Sicherheitschecks:

  • Wetter vorab prüfen (Temperaturunterschiede in höheren Lagen, Gewitterrisiko).
  • Regenjacke und Überschuhe im Gepäck bei unsicherer Vorhersage.
  • Signalpfeife und kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung; ich informiere außerdem eine Person über meine geplante Route.
  • Bei schlechter Sicht oder Nässe vorsichtig fahren – die Abfahrten werden schnell gefährlich.

Karten, Navigation und Plan B

Ich lade die GPX-Datei der Tour auf mein Navi (Wahoo/Garmin) und habe zusätzlich das Smartphone mit Offline-Karte dabei. Plan B ist wichtig: Wenn ein Forstweg zu matschig oder eine Straße gesperrt ist, habe ich zwei Alternativen vorbereitet – eine komplett asphaltierte (rennradtauglich) und eine kürzere, aber anspruchsvollere Variante. Auf https://www.hkbikeparts.de stelle ich die GPX-Varianten und Höhenprofile bereit, damit du vorab vergleichen kannst.

Tipps aus der Praxis

  • Starte früh – weniger Verkehr, kühleres Wetter und bessere Parkmöglichkeiten.
  • Fahre mit einem Buddy: Sicherheit und gemeinsame Pausen machen die Runde angenehmer.
  • Teste neue Ausrüstung vorher auf kürzeren Ausfahrten – nichts Neues am langen Tag.
  • Schone die Beine: Wenn du eine Serie harter Trainingsfahrten hattest, reduziere das Tempo und verlängere die Pausen.

Wenn du möchtest, kann ich dir die exakte GPX-Datei, Höhenprofil und die Varianten (Rennrad/Gravel) per Downloadlink auf Hkbikeparts bereitstellen oder dir die Route an deinen Startort anpassen. Schreib mir gern, welche Bike- und Leistungsdaten du hast – dann helfe ich bei der Feinabstimmung.

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